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Grüne Woche 2026: Wo Agrarpolitik verhandelt wird

Januar 16 @ 10:00 - Januar 25 @ 15:00
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Wo die Fachwelt zusammenkommt: das Kongressprogramm der Grünen Woche

Wenn in Berlin über Ernährungssicherung, Wasserknappheit oder die Zukunft ländlicher Räume diskutiert wird, geschieht das zur Grünen Woche nicht nur auf der Messefläche, sondern vor allem in ihren Kongressen. Hier verdichtet sich das politische und fachliche Gewicht der internationalen Leitmesse.

Mehr als eine Begleitveranstaltung

Die Internationale Grüne Woche gilt seit Jahrzehnten als Schaufenster für Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau. Ihr eigentlicher Einfluss entfaltet sich jedoch im Kongressprogramm: Rund 300 Fachveranstaltungen bringen Ministerien, Verbände, Wissenschaft und Wirtschaft zusammen. In ihrem 90. Jahr und zugleich zum 100-jährigen Jubiläum der Messe steht die Grüne Woche 2026 damit auch symbolisch für den Wandel der Branche.

Zentraler Auftakt ist das Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) vom 14. bis 17. Januar im CityCube Berlin. Unter dem Leitthema „Wasser. Ernten. Unsere Zukunft.“ rückt die Konferenz die Verbindung von Ernährungssicherheit und Wasserressourcen in den Mittelpunkt. Die Agrarministerkonferenz mit Vertreterinnen und Vertretern aus rund 80 Ländern verleiht dem Forum politisches Gewicht. Internationale Organisationen wie FAO, OECD oder Weltbank sind beteiligt.

Fachdebatten und gesellschaftliche Perspektiven

Neben globalen Fragen rücken gezielt gesellschaftliche Rollenbilder in den Fokus. Das BäuerinnenForum 2026 des Deutschen LandFrauenverbands greift das von den Vereinten Nationen ausgerufene „Internationale Jahr der Frauen in der Landwirtschaft“ auf. Diskutiert werden Rahmenbedingungen, Sichtbarkeit und Einfluss von Frauen entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Der Deutsche Bauernverband setzt mit seinen Fachforen thematische Akzente von Biodiversitätsschutz über Milchmärkte bis zum Umgang mit dem Wolf im Jagdrecht. Hier prallen politische Regulierung, wirtschaftliche Interessen und gesellschaftliche Erwartungen unmittelbar aufeinander.

Innovation, Nachwuchs und Mobilität

Mit dem Internationalen Fachkongress „Kraftstoffe der Zukunft“ öffnet sich das Programm deutlich über klassische Agrarthemen hinaus. Erneuerbare Kraftstoffe und Biokraftstoffe werden als Teil der Verkehrswende verhandelt unter Beteiligung von Politik, Forschung und Industrie. Ergänzt wird dies durch die Startup-Days, bei denen junge Unternehmen ihre Innovationen präsentieren, sowie durch kuratierte Führungen für Fachpublikum aus Agritech und Foodtech.

Auch der Nachwuchs erhält Raum: Junglandwirt:innen-Kongress, Jugendforen und politische Talks schaffen Austauschformate, die über die Messe hinaus in agrarpolitische Prozesse hineinwirken.

Warum das jetzt relevant ist

Die Bündelung der Fachveranstaltungen spiegelt zentrale Trends wider: den steigenden Druck auf globale Ernährungssysteme, die Folgen des Klimawandels und den politischen Anspruch, Landwirtschaft nachhaltiger und resilienter zu gestalten. Berlin wird dabei für zehn Tage zum internationalen Verhandlungsort mit realistischen Effekten auf politische Agenden, Förderprogramme und regulatorische Debatten.

Für die Stadt bedeutet das Sichtbarkeit als politischer Knotenpunkt. Für die Branche bietet das Kongressprogramm Orientierung in einer Phase tiefgreifender Transformation. Und für die Öffentlichkeit wird deutlich, dass Landwirtschaft längst nicht mehr nur Produktionsfrage ist, sondern gesellschaftliche, ökologische und ökonomische Dimensionen vereint.

Fazit und Ausblick

Das Kongressprogramm der Grünen Woche 2026 zeigt, wo die Branche steht und wohin sie will. Wer verstehen möchte, wie Ernährung, Landwirtschaft und Politik künftig zusammenspielen, findet hier weniger Messeglanz als belastbare Debatten und politische Impulse.

Mehr Einordnung zu Politik, Wirtschaft und Gesellschaft finden Sie fortlaufend auf Events.Presse.Online.

FAQ

Wann und wo findet das Kongressprogramm statt?
Parallel zur Grünen Woche vom 16. bis 25. Januar 2026 in Berlin, vor allem im CityCube und hub27.

Für wen ist das Programm relevant?
Für Fachpublikum aus Landwirtschaft, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft sowie für Entscheider in Kommunen und Verbänden.

Warum ist das journalistisch bedeutsam?
Weil hier politische Positionen, internationale Absprachen und Branchentrends zusammenlaufen.

Welche Themen stehen im Fokus?
Ernährungssicherung, Wasserresilienz, ländliche Entwicklung, Rolle von Frauen, Innovationen und Nachwuchs.

Was unterscheidet es von anderen Fachmessen?
Die enge Verzahnung von Messe, Politikdialog und internationalen Konferenzen.

Quellen:

  • Internationale Grüne Woche Berlin: offizielles Veranstaltungsprogramm 2026

  • Global Forum for Food and Agriculture (GFFA): Programm- und Themenübersicht 2026

  • Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL/BMLEH) – Informationen zum Zukunftsforum Ländliche Entwicklung

  • Deutscher Bauernverband: Ankündigungen und Programme zu Fachforen, Junglandwirt:innen-Kongress und Jugendformaten

  • Deutscher LandFrauenverband (dlv): Informationen zum BäuerinnenForum 2026

  • Veranstalterangaben zum Internationalen Fachkongress „Kraftstoffe der Zukunft“ 2026

  • Messe Berlin GmbH: Angaben zu Veranstaltungsorten (CityCube Berlin, hub27)

  • Historische Einordnung: Grüne Woche Berlin (Gründung 1926, Entwicklung zur internationalen Leitmesse)

  • Eigene journalistische Auswertung und redaktionelle Zusammenfassung auf Basis der genannten Quellen

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