Lade Veranstaltungen

« Alle Veranstaltungen

Warum Reisemedien wieder direkte Begegnungen suchen

März 2 @ 9:30 - 17:30
International Media Marketplace, IMM TravMedia, Reisemedien Event

Die Medienlogik des Reisens: Warum der International Media Marketplace 2026 relevant bleibt

Reisen ist längst mehr als Bewegung von A nach B es ist ein Deutungsraum für Konsum, Klimafragen, globale Ungleichheit und mediale Glaubwürdigkeit. In diesem Spannungsfeld gewinnen Formate an Bedeutung, die Austausch ermöglichen, ohne sofort Öffentlichkeit zu inszenieren.

Der International Media Marketplace (IMM), organisiert von TravMedia, ist ein solches Format. Seit 14 Jahren bringt das Branchenevent Reiseunternehmen, Destinationen und Medienvertreter in einem streng strukturierten Rahmen zusammen 2026 erneut als eintägiges Networking-Format mit vorab terminierten Gesprächen.

Ursprung, Ziel und Abgrenzung

Der IMM entstand aus einer pragmatischen Idee: Statt Massenmessen oder öffentlichkeitswirksamer Roadshows setzt das Format auf vorab geplante Einzelgespräche zwischen PR-Verantwortlichen und Medien. Ziel ist nicht Sichtbarkeit, sondern Austausch. Für Redaktionen bedeutet das Zugang zu Themen, Quellen und potenziellen Recherchereisen; für Unternehmen eine kalkulierbare, journalistisch orientierte Ansprache.

Inhaltlich unterscheidet sich der IMM damit deutlich von klassischen Tourismusmessen. Es gibt kein Bühnenprogramm für Endverbraucher, keine Produktinszenierung, keine unmittelbare Verkaufsabsicht. Der Fokus liegt auf Beziehungspflege und Themenanbahnung eine Arbeitslogik, die eher dem Redaktionsalltag als dem Marketing folgt.

Relevanz für Branche und Öffentlichkeit

Für die Reisebranche ist der IMM ein Ort der Selbstvergewisserung: Welche Geschichten sind noch erzählbar, welche kritisch hinterfragt? Für Medien wiederum ist das Event ein Filterraum in einer Zeit, in der Presseinformationen inflationär verfügbar sind, persönliche Zugänge jedoch seltener werden.

Für die Stadtgesellschaften der Austragungsorte bleibt der IMM weitgehend unsichtbar. Gerade das ist Teil seines Konzepts. Er operiert bewusst abseits öffentlicher Aufmerksamkeit ein geschlossener Raum, der journalistische Arbeit vorbereiten soll, nicht ersetzen.

Warum dieses Format jetzt Bedeutung hat

Die anhaltende Relevanz des IMM verweist auf mehrere größere Entwicklungen. Erstens: Der Reisejournalismus steht unter Druck. Redaktionen schrumpfen, Budgets für Recherchereisen sind begrenzt, gleichzeitig wächst der Anspruch an Transparenz und Unabhängigkeit. Direkte, strukturierte Gespräche gewinnen dadurch an Wert.

Zweitens: Die Trennung zwischen PR, Influencing und Journalismus wird zunehmend unscharf. Der IMM reagiert darauf mit klarer Rollendefinition: Medienvertreter treffen auf Kommunikationsprofis, nicht auf Publikum. Das schafft Klarheit zumindest temporär.

Drittens: Nach Jahren digitaler Konferenzen zeigt sich ein Bedürfnis nach physischer Begegnung, allerdings in effizienter Form. Ein eintägiges, terminiertes Format entspricht dieser Logik besser als mehrtägige Großevents.

Diese Trends betreffen nicht nur die Reisebranche. Sie spiegeln einen allgemeinen Wandel in der Medienökonomie: weg von Reichweite, hin zu belastbaren Beziehungen. Für Besucher bedeutet das Verdichtung statt Eventerlebnis. Für Städte bleibt der Effekt wirtschaftlich überschaubar, symbolisch jedoch relevant. Für die Branche ist der IMM ein Indikator dafür, wie Kommunikation künftig organisiert wird.

Fazit und Ausblick

Der International Media Marketplace ist kein Schaufenster, sondern ein Arbeitsraum. Seine Bedeutung liegt weniger im Event selbst als in dem, was er sichtbar macht: den Versuch, journalistische und kommerzielle Interessen neu auszubalancieren. Ob dieses Modell langfristig trägt, hängt davon ab, wie glaubwürdig beide Seiten ihre Rollen wahren.

Weiterführende Einordnungen zur Medien- und Eventökonomie finden Sie auf Events.Presse.Online.

FAQ

Wann und wo findet der International Media Marketplace 2026 statt?
Der IMM findet 2026 in mehreren internationalen Ausgaben statt. Ort und Termin variieren je nach regionalem Markt.

Für wen ist das Event relevant?
Für Reiseunternehmen, Destinationen sowie Journalisten, Redakteure und Medienmacher mit Schwerpunkt Tourismus.

Welche Themen stehen im Mittelpunkt?
Reiseberichterstattung, Medienkooperationen, Pressereisen und langfristige Themenplanung.

Was unterscheidet den IMM von anderen Tourismus-Events?
Der Fokus liegt auf vorab terminierten Einzelgesprächen statt öffentlicher Präsentationen oder Messen.

Warum ist das Event journalistisch berichtenswert?
Weil es strukturelle Veränderungen im Verhältnis von Medien, PR und Reisebranche sichtbar macht.

Quellen:

  • TravMedia, Eigendarstellung und Veranstaltungsbeschreibung zum International Media Marketplace (IMM)

  • Branchenberichte zur Entwicklung des Reisejournalismus und der Tourismuskommunikation

  • Fachbeiträge aus Medien- und Kommunikationswissenschaft zu PR-Journalismus-Beziehungen

  • Marktanalysen zur Eventökonomie und B2B-Netzwerkformaten in der Reisebranche

  • Eigene journalistische Auswertung vergleichbarer internationaler Medien- und Branchenevents

Veranstalter

Veranstaltungsort