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Pe Werner: Weihnachten mit Sprachwitz

Dezember 14 @ 20:00 - 22:00
Pe Werner mit lockigem rotem Haar und rotem Oberteil vor weißen Fenstern.

Pe Werner in Berlin: Weihnachtsrituale werden zu Chanson

Mit „Ne Prise Zimt“ kommt Pe Werner am 14. Dezember ins Tipi am Kanzleramt. Gemeinsam mit Pianist Peter Grabinger verbindet sie eigene Lieder und Weihnachtsklassiker mit einem augenzwinkernden Blick auf die Zumutungen des Festes.

Berlin. Weihnachten hat seine eigene Aufgabenliste: Geschenke besorgen, das Essen planen, den Baum schmücken. Pe Werner nimmt dieses vertraute Durcheinander als Ausgangspunkt für „Ne Prise Zimt“. Ihr angekündigter Abend im Berliner Tipi am Kanzleramt lässt sich deshalb als musikalische Betrachtung eines Festes lesen, dessen Gemütlichkeit oft erst einmal organisiert werden muss.

Der Schwerpunkt Chanson passt zu diesem Ansatz. Die Weihnachtsrituale sind hier Gegenstand der Erzählung. Zwischen eigenen Liedern und neu arrangierten Klassikern soll Platz für die kleinen Widersprüche bleiben, die sich hinter dem Wunsch nach einem schönen Fest verbergen.

Die Bescherung beginnt mit einer Aufgabenliste

Nach der Programmbeschreibung beschäftigt sich Werner unter anderem mit Geschenken auf den letzten Drücker, der Pflicht zum Schneeräumen und den Vorbereitungen fürs Weihnachtsessen. Selbst der Tannenbaum gerät zwischen Dekorationsansprüche und Versicherungsfragen. Das sind konkrete Alltagssituationen, an denen sich der angekündigte Humor festmachen lässt.

Darin liegt der redaktionell interessante Zugang: Das Programm betrachtet Weihnachten über die Arbeit, die Gewohnheiten und die Erwartungen rundherum. Eine Gänsefüllung ist zunächst eine Küchenfrage. Im Zusammenhang eines Bühnenabends kann sie zum erzählerischen Detail werden, an dem sich der Aufwand für ein vermeintlich entspanntes Fest zeigt.

Diese Lesart ergibt sich aus den angekündigten Themen. Wie scharf Werner ihre Pointen setzt und welchen Raum die Geschichten gegenüber den Liedern bekommen, lässt sich vor dem Auftritt noch nicht beurteilen.

Stimme und Flügel geben den Rahmen vor

Angekündigt ist ein Abend mit Peter Grabinger am Flügel. Musikalisch führt das Programm durch Pop, Jazz und Chanson; eigene Kompositionen stehen neben Weihnachtsklassikern in besonderen Arrangements.

Für die Einordnung ist diese Verbindung wichtiger als eine möglichst vollständige Titelliste. Eigene Lieder erlauben eine persönliche Perspektive auf die Jahreszeit. Bei bekannten Weihnachtsliedern stellt sich dagegen die Frage, was eine andere musikalische Fassung mit dem vertrauten Material macht.

Die Besetzung mit Gesang und Flügel legt dabei einen überschaubaren Rahmen fest. Das Interesse richtet sich auf Text, Interpretation und das Zusammenspiel der beiden Beteiligten. Welche musikalischen Akzente Grabinger setzt, bleibt dem Konzert vorbehalten. Eine konkrete Setlist ist in der verwendeten Veranstaltungsbeschreibung nicht genannt.

„Kribbeln im Bauch“ erklärt nur einen Teil ihres Werks

Pe Werners Name ist eng mit „Kribbeln im Bauch“ verbunden. Für das Verständnis dieses Winterprogramms lohnt sich jedoch der Blick auf ihre Arbeit mit unterschiedlichen musikalischen Formen.

Die Künstlerbiografie ihres Labels dokumentiert kabarettistische Soloprogramme ebenso wie die Zusammenarbeit mit der WDR Big Band und dem WDR Funkhausorchester Köln für „Von A nach Pe“. Bereits dort wurden vorhandene Lieder in neue Arrangements überführt. Die Quelle stammt aus dem Umfeld der Veröffentlichung von 2015 und beschreibt damit einen früheren Abschnitt ihres Schaffens. Biografie

„Ne Prise Zimt“ lässt sich vor diesem Hintergrund als thematisch gebündelter Zugang zu ihrer Verbindung von Lied und Sprachwitz einordnen. Weihnachten setzt den Rahmen, innerhalb dessen unterschiedliche musikalische Ausdrucksformen zusammenkommen. Der angekündigte Genrewechsel ist damit nachvollziehbar, ohne den Abend auf den bekannten Hit zu reduzieren.

Für ein Publikum, das auf die Texte hört

Interessant ist das Konzept vor allem für Menschen, die bei einem Konzert auch den Geschichten und Formulierungen folgen möchten. Wer deutschsprachiges Chanson und musikalischen Humor schätzt, findet in der Ankündigung dafür konkrete Anknüpfungspunkte: eigene Lieder, Klavierbegleitung und Alltagsszenen mit komischem Potenzial.

Auch die vertrauten Weihnachtsklassiker gehören zum Konzept. Welche Titel ausgewählt werden und wie weit sich die Arrangements von bekannten Fassungen entfernen, ist bislang offen. Der Vorbericht kann deshalb die künstlerische Anlage erklären, aber keine Aussage über die Qualität des späteren Abends treffen.

Quellen und Transparenz

Abrufdatum: 14. Oktober 2026. Der Beitrag ist eine Einordnung vor dem Konzert auf Grundlage des bereitgestellten Programmtexts und offizieller Veranstaltungs- und Künstlerangaben. Er enthält keine Bewertung einer besuchten Aufführung.

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