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Union-Weihnachtssingen 2026: Geschichte und Kartenvergabe

Dezember 23 @ 19:00 - 21:00
Besucher mit Kerzen beim Weihnachtssingen auf den Rängen der Alten Försterei.

Unions Weihnachtssingen: Wie aus 89 Fans eine Tradition wurde

Am 23. Dezember wird die Alte Försterei wieder zum Ort des gemeinsamen Weihnachtssingens. Was 2003 mit 89 Union-Anhängern begann, hat längst Nachahmer gefunden. Für die Ausgabe 2026 startet die Losbuchung am 6. November.

Stand: 29. Oktober 2026

Einordnung in Kürze

  • Das Weihnachtssingen entstand aus einer Initiative des Fanclubs „Alt-Unioner“.
  • Sein Kern ist das gemeinsame Singen der Besucher.
  • Ähnliche Veranstaltungen haben sich auch in anderen Fußballstadien etabliert.
  • Union vergibt die Karten für 2026 über ein Losverfahren für Vereinsmitglieder.

Mit der jetzt veröffentlichten Kartenregelung beginnt die Vorbereitung auf einen Abend, dessen Geschichte lange vor den heutigen Losverfahren liegt. Sie erklärt auch, weshalb das Weihnachtssingen eng mit Union verbunden geblieben ist, obwohl sich die Idee andernorts ebenfalls durchgesetzt hat.

Der Anfang lag an der Mittellinie

2003 trafen sich 89 Anhänger des Fanclubs „Alt-Unioner“ im Köpenicker Stadion. Nach einer sportlich wenig erfolgreichen Hinrunde wollten sie sich mit Weihnachtsliedern auf die Feiertage einstimmen. Gesungen wurde zu nächtlicher Stunde an der Mittellinie.

Dieser Ursprung prägt die Geschichte der Veranstaltung: Die Initiative kam aus der Fanszene. Das Stadion war bereits der gemeinsame Bezugspunkt, der Gesang gehörte zur Fankultur. Für das Weihnachtssingen änderten sich Anlass und Repertoire.

Damit bekam die Alte Försterei eine weitere Funktion im Vereinsleben. Ein Ort, der gewöhnlich durch Spielplan und Ergebnis bestimmt wird, wurde zum Treffpunkt unmittelbar vor Weihnachten. Wer kommt, beteiligt sich selbst am musikalischen Geschehen. Das unterscheidet das Format von einem Weihnachtskonzert, bei dem sich Bühne und Publikum überwiegend gegenüberstehen.

Eine Idee verbreitet sich über Köpenick hinaus

Weihnachtssingen im Fußballstadion gibt es inzwischen auch außerhalb Berlins. Das Berliner Stadtportal nennt unter anderem Köln, Aachen, Dresden und München als Beispiele.

Zur Kölner Premiere im RheinEnergie-Stadion kamen 2015 demnach 32.000 Menschen. In Dresden fand im selben Jahr erstmals ein Weihnachtssingen mit dem Kreuzchor statt. Anhänger von 1860 München treffen sich bereits seit 2013 am dritten Advent an der Grünwalder Straße.

Die Beispiele zeigen, wie gut sich die Grundidee auf andere Vereinsorte übertragen lässt. Zugleich erhält sie durch die jeweilige Fanszene und örtliche Mitwirkende einen eigenen Charakter. In Köpenick gehört die Erinnerung an die kleine Runde von 2003 dazu. Sie gibt dem heutigen Großereignis eine konkrete Herkunft.

Die gewachsene Nachfrage verändert den Zugang

Mit der Größe kam die Notwendigkeit, den Besuch zu organisieren. Nach der historischen Darstellung von Berlin.de stieß die Veranstaltung bei freiem Eintritt an ihre Kapazitätsgrenzen. Seit 2019 werden die Karten über ein Losverfahren vergeben.

Für 2026 begründet Union dieses Verfahren erneut mit der hohen Nachfrage. Teilnahmeberechtigt sind ausschließlich Vereinsmitglieder. Eine erfolgreiche Auslosung ermöglicht den Kauf von höchstens zwei Eintrittskarten.

Das ist für die Einordnung des Abends relevant: Obwohl das Weihnachtssingen weit über die Fanszene hinaus bekannt geworden ist, richtet sich die aktuelle Kartenvergabe an die Mitglieder des Vereins. Wer es als frei zugängliches Berliner Weihnachtsangebot einplant, muss diese Einschränkung kennen. Ein allgemeiner Vorverkauf ist in der aktuellen Mitteilung nicht angekündigt.

Welche Angaben für 2026 noch offen sind

Die neue Vereinsmitteilung bestätigt Termin und Kartenverfahren. Einen vollständigen Ablauf mit Einlass, Vorprogramm und Veranstaltungsende enthält sie noch nicht. Entsprechende Hinweise aus früheren Jahren lassen sich deshalb nicht ohne Weiteres auf 2026 übertragen.

Auch für Menschen, die das Weihnachtssingen bereits besucht haben, lohnt sich vor dem Termin ein Blick auf die neuen Besucherinformationen. Das gilt besonders für Einlassregeln und die Anreise.

Quellen und Transparenz

Abruf: 29. Oktober 2026. Der Beitrag ist eine Einordnung vor der Veranstaltung; ein eigener Besuch liegt ihm nicht zugrunde.

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